The time is running

Jetzt bin ich schon drei Wochen hier, the time is running…

Momentan ist County fair in Lexington. County bedeutet Landkreis und eine fair ist eine Mischung aus Schützenfest und Messe, nur besser :-D. Man stelle sich nun unser normales Schützenfest vor mit Schlager Musik, Bratwurst, Fahrgeschäften und anderem Spiel und Spaß. Hier läuft stattdessen Country Musik, alle Leute tragen Cowboyboots und einen Hut, es gibt pullet beef burger mit Barbecuesauce, Cowshows, Rodeos und andere Tiere, landwirtschaftliche Maschinen usw. die zur Schau gestellt werden. Und das alles bei feinsten 35 °C, ich liebe es :-). Auf einer county fair wird viel von 4-H (head, hands, heart und health) organisiert, das ist eine internationale Organisation für Kinder und Jugendliche, in etwa sowas wie unsere Landjugend. Auf einer fair haben sie die Möglichkeit all ihre Projekte auszustellen, diese werden dann bewertet. Beispielsweise werden Kuchen gebacken, kleine Möbel gebaut, Kissen genäht oder Marmelade eingekocht. Ein anderes Gebiet ist das vorstellen von kleineren Tieren wie Hase, Huhn, Ziege oder ein Kalb/ Kuh auf einer Cowshow zu repräsentieren. Die Kühe werden mit allen Mitteln aufgetakelt, z.B. Haarspray und das Fell möglichst fluffig aussehen zu lassen oder Farbspray um Unstimmigkeiten zu kaschieren zum Schluss gibt es einen Gewinner. Für mich sahen die Kühe eigentlich alle gleich aus, könnte aber auch daran gelegen haben, dass meine Brille sicher verstaut zu Hause lag – naja die Amis stehen jedenfalls voll drauf!

 

In einem Rodeo gibt es verschiedene Disziplinen, manche davon basieren auf der ursprünglichen Arbeit eines Cowboys, z.B. das calf roping (Kälber mit einem Lasso fangen), bareback riding (Reiten auf Wildpferd oder bucking horses ohne Sattel). Dann gibt es unter anderem noch das bull riding (Bullenreiten), dabei muss sich der Reiter mind. 8 sek. auf einem bockenden Bullen halten – danach ist er ein Held ;-). Das steer wrestling ist auf Rodeos in Deutschland verboten, dabei hechtet der Cowboy von seinem galoppierenden Pferd auf einen Stier, fasst ihn dann an den Hörnern, um so den Kopf des Tieres auf den Boden zu bringen – schafft er es, ist er stärker als der Stier und ebenfalls ein Held. Ich fand das Rodeo mega interessant, vor allem weil die Pferde unglaublich gut trainiert sind und die Reiter perfekt im Sattel sitzen oder im schnellsten Galopp abspringen als wäre nichts dabei, allerdings hatte ich ein schlechtes Gefühl die Kälber durch die Luft fliegen zu sehen. Ein Video gibts übrigens bei Facebook, kann ich hier leider nicht hochladen!

 

Letztes Woche haben wir eine Kajaktour auf einem See gemacht, ich fand es großartig die Stille und die Natur zu genießen, anschließend gab es ein Barbecue (wer hätte das gedacht :-P). Ein paar Tage später haben wir einen ausgesetzen Babyhund mitten im Nirgendwo gefunden. Wir haben dann alle Nachbarn abgeklappert und gefragt ob jemand einen Hund vermisst, leider ohne Erfolg. Jetzt heißt er Pluto und wohnt bei der Schwester meiner Gastmutter.

 

Am Wochenende waren wir in Lincoln, der Hauptstadt von Nebraska. Dort haben unteranderem den Campus der University of Lincoln und das zugehörige American Football Stabdion besichtigt. Der Campus ist quasi eine zweite Stadt in der eigendlichen Stadt und das Stadion fasst ca. 100 000 Leute, das sind doppelt so viele wie in die AWD Arena in Hannover passen – für Collegefootball!!! Jeder hier ist Fan der Nebraska Cornhusker (Footballteam), im September beginnt die neue Saison, diese endet dann zur Zeit des Super Bowls im Februar. Habe mir jetzt ungefähr drei Mal die Spielregeln erklären lassen aber immer noch nicht verstanden, vielleicht frage ich in meiner nächsten Familie nochmal :-D. Aber wenigstens weiß ich jetzt, dass es Unterschiede zwischen Rugby und American Football gibt. Abends war ich auf meinem ersten Country Konzert, das war einer meiner besten Abende! Das Open Air Konzert fand in einer Rodeoarena statt, sonniges Wetter, links und rechts neben der Arena konnte man die Pferde auf der Weide beobachten und hinter Bühne ging die Sonne unter – perfekt! Erst als wir kurz vor dem Konzertbeginn in einer kleinen Gruppe von Leuten zum Tourbus taperten, checkte ich, dass wir sogar meet & greet Eintrittskarten hatten 😀  Ich legte mein bestes Grinsen auf und machte fleißig Fotos mit dem Sänger (Aaron Watson) und den Bandmitgliedern. Auf Grund meiner außergewöhnlich guten Englischkenntnisse viel recht schnell auf, dass ich wohl nicht aus den USA kam, der Sänger brachte seine Freude mit den Worten “A free tshirt and a cd for the german girl” zum Ausdruck – ich freute mich riesig :-D.

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