The flight and my first host family

Nein, mein Blog ist nicht auf englisch, die Überschrift soll nur versuchen das gewisse Feeling rüberzubringen 🙂

 

Hallo meine lieben Freunde und Freundesfreunde,

damit ihr Daheimgebliebenen auch gut informiert bleibt und ein bisschen an meiner USA Reise teilhaben könnt, werde ich hier von Zeit zu Zeit ein paar Infos auflisten, Fotos hochladen oder meine neusten Eindrücke schildern. Übrigens fällt mir nach diesen paar Zeilen schon auf, dass es mir schwerer fällt die deutschen Wörter zu finden und zu schreiben und das alles nach dem sechsten Tag in der USA 😀

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Am 1 Juli um 11 Uhr fing meine Reise an. Ich startete am Flughafen in Hannover, flog nach London Heathrow (2h) und von da aus mit einem RIESEN Flugzeug nach Dallas Fort Worth in Texas (10h). Im Flugzeug saß ich zwischen zwei Texanern. Die eine studiert in Österreich, der andere tank so lange ein Bier nach dem anderen bis die Stewardess ihm einfach keins mehr brachte. Als ich ihn frage ob es gutes Bier sei, meine er nur “no, its trash!” In Dallas fragte ich einen Sicherheitsbeamten wie ich denn von Terminal D zu Terminal B kommen würde, er meinte per Zug. Als ich ihn fragte “not by feed?” belächelte er mich etwas und meinte erneut ich solle doch den Skylink (Flughafeninterner Zug) nehmen. Dieser fuhr auch bestimmt 10 min, nur damit ihr eine Ahnung bekommt wie riesig dieser Flughafen ist :-D. Der Check-In verlief reibungslos, allerdings etwas ausführlicher als in Hannover und London mit Schuhe und Gürtel ausziehen, Fingerabdrücken, Foto und Ganzkörperscanner. Von Dallas flog ich in einer vergleichsweise Mini-Maschine, die Amis nannten sie “Mosquito”, nach Grand Island in Nebraska (2h). Nach amerikanischer Zeit kam ich dort um 00.00 an, nach deutscher Zeit war es 7 Uhr morgens, demnach war ich mittlerweile 24h unterwegs und so fühlte ich mich auch!

Am Flughafen in GI holte mich Mari ab, wir fuhren eine Stunde nach Hause und sahen zu, dass ich ins Bett kam. Am nächsten Morgen, nach dem wir ausführlich im “The Egg & I” frühstücken waren, brachte Sie mich zu meiner ersten Gastfamilie im Süden von Nebraska. Wir wohnen in Lexington, einer Stadt etwa so groß wie Hüpede, aber mit weniger Leuten und mehr großen Einkaufsläden und Restaurants.

Meine Gastmutter arbeitet beim größten Nachrichtenradiosender in Nebraska, er informiert über Landwirtschaft, über den aktuellen Markt z.B. Preise für Mais, Weizen, Rinder usw. und über das Wetter. Als mir an einem meiner ersten Tage hier das Gebäude des Radiosenders gezeigt wurde landete ich plötzlich in einem Studio aus dem gerade live übertragen, ehe ich überhaupt gecheckt hatte was der Plan war hatte ich Kopfhörer auf und wurde interviewt. Eine Frage war wie groß denn Hannover wäre, da ich natürlich alles vergessen hatte meinte ich nur es wäre eine sehr kleine Stadt in Deutschland, was ja garnicht stimmt. Naja ich hoffe jetzt auf die Unwissenheit der Anderen :-D. Danach meinte meine Gastmutter, dass das jetzt jeder in Nebraska, Wyoming, Kansas, Colorado, South Dakota usw. gehört hätte, jawoll! 😀

Mein Gastvater arbeitet auf einem Feedlot mit 3000 Rindern. Manchmal hilft er auf einem mit 14000 Rindern aus, ich fand das mega viel, aber er meinte das wäre verglichen mit anderen hier in Nebraska klein. Die meisten Rinder werden 2 Jahre alt, in den letzten 3-4 Monaten werden sie fett gefüttert, zum Schluss wiegen sie dann 600-800 kg. Die Mutterrinder und ihre Kälber sind aber fast das ganze Jahr in den Bergen auf der Weide. Auf dem Feedlot helfe ich dabei die Futtermischung aus hauptsächlich Mais zusammen zu stellen, kontrolliere ob kein Tier krank ist oder übernehme andere kleine Aufgaben und da alles sehr weitläufig ist und sonst zu lange dauern würde, fahre ich dabei ganz viel Quad, jippii 🙂

Die beiden Zwillinge gehen zur University in Lincoln und studieren beide Lehramt. Das Mädchen mit Schwerpunkt Agrarwirtschaft und der Junge glaube ich für Grundschulkinder. Die Familie ist sehr nett, witzig und ziemlich busy, außerdem finde ich, dass alle echt hart arbeiten. Besonders der Vater, jeden Tag von früh morgens bis nachmittags auf der Rinderfarm und danach auf den eigenen Feldern bis abends. Hauptsächlich werden hier Mais und Sojabohnen angebaut und da wir hier jeden Tag gutes Wetter (30 – 35°C) haben werden die meisten Felder bewässert. Die teurere Variante sind riesige Bewässerungsanlagen die über das Feld geschoben werden können. Die günstigere Variante, die aber weitaus mehr Arbeit macht, ist ein Rohrsystem das um das Feld gelegt wird. Dabei werden mehrere Rohe (ca. 30cm Durchmesser) ineinander gesteckt, die Rohe haben kleine “Tore”, die man per Hand öffnen und schließen muss, sie zeigen zur Innenseite des Feldes. Da der Mais auf einem Damm gepflanzt ist, bilden sich dazwischen Rinnsale die nach mehreren Stunden bis ins Innere des Feldes reichen. Morgens und Abends muss das Bewässerungssystem kontrolliert werden und neue Öffnungen geöffnet oder geschlossen werde. Übrigens ist hier ein Feld ca. 70 Hektar groß und die größeren Farmer bewirtschaften um die 2500 Hektar. Aber hier ist alles etwas größer, heute habe ich EINE Kugel Eis essen, sie war so groß wie DREI in Deutschland.

Am 4.Juli war Independence Day in den USA. Da der Nationalfeiertag dieses Jahr auf einen Wochentag viel, fingen die Amis schon das Wochenende vorher an zu feiern – bis zum 4.Juli. Das ganze Haus und der Garten wurde mit amerikanischen Flaggen oder zumindest den Farben geschmückt und jeder trug Kleidung in blau, weiß, rot. Jeden Tag gab es mehr als genug Essen und fast immer Barbecaue mit pullet pork, pullet beef, chicken, baked beans, Rips…Manchmal gab es auch Salat aber dann mit viiiiieeeeel Cheddar, bacon und Majosauce 😀 Übrigens ist  das auch die einzige Zeit im Jahr in der Feuerwerke erlaubt sind – an Silvester gibt es nur einen Countdown. Außerdem verbrachten wir an diesem Wochenende viel Zeit an einem großen See oder guckten uns verschiedene Paraden an. Die Amis lieben parades! Man kann es sich als eine Mischung aus Schützenfestumzug und Karnevalsumzug vorstellen. Jeder der will schmückt einen Anhänger, Trecker, Pferd, Auto usw., meistens mit politischen oder religiösen Hintergrund, manchmal werden auch größere Firmen oder Marken repräsentiert (John Deere, Fire Department, 4-H). Dabei werden Süßigkeiten für die Kinder und manche Erwachsene in die zuschauende Masse geworfen, das geht dann 1-2 Stunden so. In diesen Tagen ist mit aufgefallen, dass die Amerikaner viel patriotischer sind als die Deutschen!

 

 

 

 

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2 thoughts on “The flight and my first host family”

  1. Hey Johanna,

    Meine deutsch ist nicht die beste aber das meiste ich habe verstanden.
    Ich habe dich gesehen letztens auf der Farm als du die Pferde hast gestreichelt und habe direkt eine foto gemacht und Tonka geschickt. tut mir leid, wenn du jetzt beef mit deine Pferd zuhause hast aber so liebevoll streichelt man kein fremde Pferd…
    sei nicht sauer ich finde dich nämlich voll süß. ich bin John McJohnson der Cowboy von der Nachbarfarm mit den roten Halstuch.

    🙂
    schöner Blog, Jojo
    Mirjana

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